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Wie in vielen anderen Dörfern im
Sauerland fanden sich auch in Oedingen Anfang der 20er Jahre immer mehr
Freunde des Fußballsports. Bereits 1922 bildete sich eine Fußballmannschaft,
die aber in keinem Verband organsisiert war.
Erst 1927 schloss man sich auf Initiative von Paul Dettenberg und einiger
junger Männer aus Oedingen der D.J.K. (Deutsche Jugendkraft) an, um auch an
Meisterschaften teilnehmen zu können. Auf der Gründungsversammlung am 1.
August 1927 im Gasthof Hilchenbach wurde Willi Grewe zum Schriftführer und
Kassierer gewählt. Gleichzeitig bekleidete er kommissarisch das Amt des 1.
Vorsitzenden.
Willi Göddeke wurde zum Unterkassierer ernannt. Er war für das Einkassieren
des Mitgliedsbeitrags von 0,30 Reichsmark pro Monat verantwortlich.
Als Spielfeld für die Heimspiele wurde eine Wiese auf der Endert gefunden.
Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 konnte mancher sportlicher Erfolg
errungen werden. Bedingt durch den Einzug fast aller Spieler zum Militär war
bis zum Kriegsende kein Spielbetrieb mehr möglich.
Mit der Generalversammlung am 26. Dezember 1945 wurde das Vereinsleben
wieder in Gang gebracht.
1946 gründete man eine Theatergruppe mit dem Ziel, aus den wirtschaftlichen
Erlösen hilfsbedürftige Menschen in Oedingen zu unterstützen.
Nach wie vor spielte aber der Fußball die Hauptrolle im Verein. Die
sportlichen Erfolge erreichten 1957 ihren Höhepunkt mit dem Aufstieg der 1.
Seniorenmannschaft in die Bezirksklasse.
Doch nach diesen sportlichen Erfolgen kamen 1961 große Probleme auf den
Sportverein und seinen frisch gewählten 1. Vorsitzenden, Josef Haite, zu:
Die Bundeswehr kommt nach Oedingen und raubt dem Verein seinen Sportplatz.
Heiligabend 1961 brennt die als Übungshalle vom Sportverein mitgenutzte
Schützenhalle im Ort ab.
Als Ausweichplatz konnten die Oedinger den Sportplatz des gastfreundlichen
BC Eslohe für ihre Heimspiele mit benutzen. Doch dies konnte keine
Dauerlösung sein, denn die Oedinger mussten für jedes Spiel der 1.
Mannschaft eine Gebühr von 15,00 DM entrichten (die 2. Mannschaft war
gebührenfrei). Doch wegen der Entfernung zu Eslohe (12 km) konnte dies keine
Dauerlösung werden.
... ein großer Tag für Blau-Weiß Oedingen
Am 31. August 1963 ist es endlich soweit - der neue Sportplatz wird mit
einem großen Sportfest eingeweiht.
Neben all den Problemen, die 1961 auf den neugewählten Vorstand zukamen,
konnte noch niemand ahnen, welche Entwicklung der Verein unter der Führung
von Josef Haite und seinem Kassierer, Hubert Becker in den nächsten
Jahrzehnten nehmen würde.
Trotz aller finanziellen Probleme in der Gemeinde Oedingen konnte der
Sportverein 1966 den Bau des neuen Umkleidegebäudes realisieren. Die
Gesamtkosten beliefen sich auf 48.154,18 DM.
Eine zukunftsweisende Entscheidung wurde 1969 getroffen - erstmals wird eine
"Frauen-Turnabteilung" im Verein gegründet.
Im gleichen Jahr musste die 1. Fußballmannschaft den bitteren Gang in die 2.
Kreisklasse antreten. Im letzten Spiel der Saison 1968/69 unterlag man in
einem dramatischen Saisonfinale auf eigenem Platz mit 4 : 3 Toren dem TuS
Lenhausen.
Dies war nicht nur der Weg in die 2. Kreisklasse, sonder auch der Weg in
einen anderen Fußballkreis...
... denn durch die politische Eingliederung der Gemeinde Oedingen in den
Kreis Olpe beschließt auch der Vorstand Sportvereins einen Antrag auf
Eingliederung in den Kreis Olpe beim Westfälischen Fußballverband. Dem
Antrag wird statt gegeben. Einer der Hauptgründe des Vorstands für diese
Entscheidung waren die Anfahrtszeiten zu den Spielorten, die sich im Kreis
Olpe um mehr als die Hälfte verringern.
... weitere erwähnenswerte Ereignisse in den 70er Jahren
1970 Wiederaufstieg der 1. Fußballmannschaft in die Kreisliga A Gruppe 1 des
Fußballkreises Olpe.
1972 Gründung einer Turnabteilung für Jungen und Mädchen unter Leitung von
Margret Nusskamp.
Im gleichen Jahr steht die A-Jugendmannschaft im Endspiel um die
Kreismeisterschaft. Gegen den Grün-Weiß Lütringhausen unterlag die von
Gerhard Struwe sen. betreute Mannschaft unglücklich nach einem 1 : 1 im
anschließenden Elfmeterschießen.
1975 musste die 1. Fußballmannschaft wieder einmal den sportlichen Abstieg
in die Kreisliga B hinnehmen.
1977 feierte der Verein sein 50 jähriges Vereinsjubiläum.
Im Jubiläumsjahr beschloß die Generalversammlung die Gründung einer
Wanderabteilung und gleichzeitig den Beitritt in den Internationalen
Volkssportverband (IVV). Erster Wanderwart wurde der Sportkamerad Franz
Föhrweißer.
1978 schafft die 1. Fußballmannschaft unter dem Trainer Uli Hömberg aus
Fretter den Wiederaufstieg in die Kreisliga A und auch die
A-Jugendmannschaft kann mit dem Erreichen der Vize-Kreismeisterschaft einen
sportlichen Erfolg verzeichnen.
1979 wurde nach Fertigstellung der Flutlichtanlage wurde eine neue
Sportplatzdecke aufgetragen.
Der Sportverein lebt und entwickelt sich weiter...
Das Vereinsheim auf dem Sportplatz wird 1980 erweitert und aufgestockt. Die
Baumaßnahme wird ausschließlich durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder
durchgeführt.
1981 - durch den Aufschwung in der Kinder- und Frauenturnabteilung ist die
Mitgliederzahl des Vereins auf 363 angestiegen.
Zum ersten Mal wird 1983 im Sportverein Blau-Weiß Oedingen eine 3.
Seniorenmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet.
Die A-Jugendmannschaft schafft 1985 den Aufstieg in die Leistungsklasse des
Kreises Olpe.
1987 wird Gründungsmitglied Willi Göddeke sen. auf dem Kommersabend
anlässlich des 60 jährigen Vereinsjubiläums zum Ehrenmitglied ernannt.
1989 - Josef Haite tritt nach 32 Jahren Vorstandsarbeit als 1. Vorsitzender
zurück - zu seinem Nachfolger wird Hubert Becker gewählt.
1990 steigt die 1. Mannschaft zum wiederholten mal in die Kreisliga A auf.
Einen weiteren sportlichen Erfolg konnte die 1. Seniorenmannschaft 1992 mit
dem Gewinn des Lennestadt-Pokals erringen.
1994 - Diskussionen um eine Vereinsfusion mit dem Sportverein Oberelspe
werden durch verschiedene Versammlungsbeschlüsse im Keim erstickt.
Im gleichen Jahr wird die E-Jugendmannschaft Fußball-Hallenkreismeister,
Kreismeister auf dem Feld und Kreis-Pokalsieger.
1996 - eine weitere Ära im Verein geht zu Ende; Hubert Becker übergibt aus
gesundheitlichen Gründen die Führung des mittlerweile auf 550 Mitglieder
angewachsenen Sportvereins an Gerd Struwe.
Nach dem Bezirksliga-Aufstieg der 1. Mannschaft 1957 kann im Mai 1997 nach
nunmehr 40 Jahren auch die 2. Mannschaft mit dem Aufstieg in die Kreisliga B
ihren bislang sportlich größten Erfolg feiern.
Im Jahre 2000 wird das Sportlerheim auf dem Sportplatz aus dem Eigentum der
Stadt Lennestadt auf den Sportverein Oedingen übertragen.
Der Sportverein trägt 2001 der Nachfrage nach dem Tanzsport Rechnung - es
wird erstmals eine Tanzsportabteilung gegründet. |